Neues bei Lehmann Präzision GmbH

Magnetpulverprüfung

Lehmann Präzision GmbH
Weilerstraße 27
78739 Hardt
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Verfahrensbeschreibung

Ferromagnetische Werkstoffe haben einen magnetischen Widerstand, der 100 bis 1000 mal kleiner ist als der von Luft oder nicht magnetisierbaren Werkstoffen. Vereinfacht kann davon ausgegangen werden, dass die Magnetfeldlinien den Weg des geringsten Widerstandes suchen, d.h. wenn möglich im ferromagnetischen Material verlaufen.
Treffen die Feldlinien auf einen magnetisch schlecht leitenden Bereich (Riss mit Luft), wird der Verlauf der Feldlinien gestört. Es entsteht ein starkes Streufeld.

Ein Teil der Magnetfeldlinien wird aus der Oberfläche des Prüflings herausgedrängt. Diese können mit Hilfe von Eisenpulver nachgewiesen werden. Die Feldlinien finden durch die Pulverteilchen wieder einen Weg durch ferromagnetisches Material, und halten damit die Pulverteilchen an der Fehlerstelle fest. Da der Bereich des Streufeldes wesentlich breiter ist als die Fehlerstelle, kann die typische Pulverraupe leicht wahrgenommen werden.
Damit das schwarze Eisenpulver besser erkennbar ist, ist es mit einer fluoreszierenden Farbschicht ummantelt. Diese wird unter UV-Licht zum Leuchten angeregt.

Die Intensität des Streufeldes wird mit durch die Fehlergeometrie bestimmt. Sie steigt mit zunehmender "Schlankheit" der Fehlstelle an.

Wichtig ist, dass ein Streufeld nur entsteht, wenn Feldlinienrichtung und Fehlerrichtung quer zueinander liegen. Der Winkel zwischen beiden Richtungen sollte im Idealfall 90 Grad betragen, wobei jedoch auch Winkellagen bis minimal 30 Grad ausreichend sind.
Da die Fehlerlage in der Regel nicht bekannt ist, muss der Prüfling durch verschiedene Magnetisierungsverfahren in zwei verschiedenen Richtungen magnetisiert werden. So können alle Fehlerrichtungen erfasst werden, weil garantiert eines der beiden Felder im geeigneten Winkelbereich zur Fehlerrichtung liegt.